Die vierte industrielle Revolution, die durch die tiefgreifende Integration digitaler Technologien in berufliche und soziale Bereiche eingeleitet wurde, bietet die Chance, einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Der Mensch verfügt über enorme Fähigkeiten, das gesellschaftliche Wohlergehen innovativ zu verbessern, wenn die Situation klar ist – was bei den ersten drei Revolutionen nicht der Fall war. Daher hat die Gesellschaft Veränderungen des Lebensstils bereitwillig akzeptiert, einige negative Folgen jedoch widerwillig hingenommen. Da sich die vierte Revolution noch in den Anfängen befindet, können wir sie besser steuern. Dieser Beitrag stellt ein einheitliches Modell des industrialisierten Ökosystems vor, das Wertschöpfung, Wertkonsum, unterstützende Infrastruktur, erforderliche Kompetenzen und zusätzliche Steuerungsmechanismen umfasst. Diese auf Design Thinking basierende Perspektive, die auch die Verbraucherseite der digitalen Transformation einbezieht, bereitet den Weg für den nächsten großen Wandel im Lebensstil, der als „digitale Transfiguration“ bezeichnet wird. Zur Validierung und zum besseren Verständnis stützt sich das Modell auf die gut bekannte Automobilindustrie. Dieses Modell vereint die digitale Durchdringung sowohl der industriellen Produktion als auch des gesellschaftlichen Konsums auf eine Weise, die verschiedene Interessengruppen auf ihrem Transformationsweg aufeinander abstimmt.

Top