Article:
e-Journal of Nondestructive Testing 07/2026; 31(7)
DOI: 10.58286/33306
Verlag: NDT.net GmbH & Co. KG
Zwar ist die automatisierte und mechanisierte Ultraschallprüfung (UT) für die Qualitätssicherung von Bauteilen von entscheidender Bedeutung, doch wird ihre vollständige Integration in Industrie-4.0-Umgebungen nach wie vor durch mehrere praktische Herausforderungen eingeschränkt. Zu den wichtigsten zählt die Abhängigkeit von proprietären Datenformaten und veralteten, dateibasierten Speichermethoden, die die Interoperabilität beeinträchtigen und die Nutzung aggregierter Prüfdaten (z. B. für KI) erschweren, was wiederum Hürden hinsichtlich der Anforderungen an die Datenportabilität wie im EU-Datenschutzgesetz mit sich bringt. In diesem Beitrag wird die Einführung von DICONDE (Digital Imaging and Communication for Nondestructive Evaluation) als notwendiges herstellerneutrales Rahmenwerk zur Etablierung eines robusten „Digital Thread“ vorgeschlagen. Wir erläutern detailliert, wie DICOM/DICONDE-Schnittstellen, einschließlich PACS-Servern und Modalitäts-Arbeitslisten, den Prüfworkflow von der Planung bis zur revisionssicheren Datenspeicherung effektiv verwalten. Ein wesentlicher Beitrag, der hier näher erläutert wird, ist die spezifische Erweiterung des DICONDE-Standards für UT-Wellenformdaten. Diese entscheidende Erweiterung wurde von den Mitgliedern der DICONDE-Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) entwickelt. Wir berichten über die technische Umsetzung dieses erweiterten Standards und belegen dessen Wirksamkeit anhand praktischer Erfahrungen bei der Integration in die von KARL DEUTSCH hergestellten automatisierten UT-Systeme.